Nachbericht zum Fachforum planen - bauen - nutzen am 26. Jänner 2011: Der Lebenszyklus im Fokus.
Am 26. Jänner 2011 ging das Fachforum planen – bauen - nutzen in der Wiener Florido Lounge in seine dritte Runde. Über 60 Experten und Entscheidungsträger von namhaften Bauunternehmen, Architektur- und Planungsbüros, Immobilienentwicklern und Bauträgern verfolgten mit großem Interesse die Referate zu ausgewählten, aktuellen Projekten.
Die Wirtschaftlichkeit und Kostensicherheit im gesamten Immobilienlebenszyklus stand auch diesmal wieder im Mittelpunkt der Veranstaltung. Von der Planung über die Bauphase bis hin zur späteren Nutzung bieten die richtigen Tools die perfekte Unterstützung: effizientes Informations- und Projektmanagement mit think project!, dynamisches Kostenplanung und –kontrolle mit COOR und ein durchdachtes Facility Management System von PREVERA.
Die Fachvorträge von Bau- und Immobilienprofis richteten den Blick auf Prozesse, Methoden und Systeme im Praxiseinsatz, wobei jedes Referat eine der drei Phasen des Lebenszyklus behandelte.
Zum Thema "Planen" referierte Herr Johann Schwarz von Rhomberg Bahntechnik. In seinem Vortrag "Projekt auf Zug – Zulaufstrecke Brenner" zeigte Herr Schwarz auf, welche Bedeutung eine internetbasierte Projektplattform für die Koordination einer komplexen Linienbaustelle einnehmen kann. Als einen der markantesten Gründe think project! als gemeinsames Projektportal einzusetzen sieht Herr Schwarz, in der lückenlosen und manipulationssicheren Dokumentation der gesamten Projektkommunikation. Dieser Vorteil erhöht die Nachvollziehbarkeit aller Projektentscheidungen und reduziert das Konfliktpotenzial zwischen allen Projektbeteiligten grundlegend. Die ausführenden Firmen und der Bauherr haben sich geeinigt, alle Anträge, Freigaben und Abrechnungen auf das gemeinsame Projektportal zusammen zu führen. Dabei wurde auf eine einfache Anwendung geachtet. Dank der Flexibilität von think project! konnten gewünschte Vorgaben für den Projektraum problemlos und individuell angepasst werden.
Der zweite Vortrag von Herrn DI Markus Querner von der iC consulenten Ziviltechniker GmbH hatte Organisationshandbücher und Änderungsmanagement in der Baupraxis aus der Sicht des Projektsteuerers zum Thema und deckte die Bauphase ab.
Herr Ing. Walter Brückler von der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft mbH (KAGes) referierte über die Umsetzung eines komplexen Bauprojektes im medizinischen Bereich. Am Beispiel des Neubaus der Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zeigte Herr Brückler Lösungsansätze für die Einbindung der medizinischen und technischen Nutzer im Projekt.
Das Technische Dienstleistungszentrum (TDZ) nimmt mit seinen 50 Mitarbeitern die Bauherrnaufgaben der KAGes wahr. Die Diskrepanz zwischen medizinischen und technischen Nutzern zu minimieren ist das Ziel in der Projektabwicklung. Projekte der KAGes unterliegen insgesamt bis zu 6 Prüforganen (z.B. Landes- und Bundesrechnungshof), daher ist der Einsatz von Organisations- und Projekthandbuch Standard. Beim Projekt Zahnklinik trafen beispielsweise 10 Arbeitskreise zu je 8 Personen aufeinander, was zwangsläufig zu organisatorischen und zeitlichen Überschneidungen führt, die ohne Projekthandbuch mit einer definierten Kommunikationsstruktur nicht zu bewältigen sind.
Um die in der Planungs- und Bauphase anfallende Datenfülle für den späteren Betrieb optimal zu nutzen, plant die KAGes derzeit die Einführung eines Datenmanagement-Systems, das eine durchgängige Datenverfügbarkeit über die Projektübergabe hinaus sichert. Dabei setzt man auf das planungs- und baubegleitenden Facility Management Service von PREVERA. Die KAGes organisiert ihr Flächenmanagement bereits seit Jahren mit den CAFM Softwaretools von speedikon FM. Was bisher fehlte, war ein System, dass die Verbindung zwischen dem Datenmanagement in der Planungs- und Bauphase und dem Gebäudebetrieb herstellt. Mit dem Einsatz des PREVERA Raumbuchs werden in Zukunft alle Raumdaten ab der Projektentwicklung für eine spätere Verwendung im CAFM-System dokumentiert und bereitgestellt.
Alle Referenten sorgten mit ihren Vorträgen für einen spannenden und abwechslungsreichen Vormittag. Den Initiatoren i-pm, Sidoun und PREVERA ist es gelungen, das Fachforum planen – bauen – nutzen zu einem wichtigen Branchentreff der Bau- und Immobilienbranche zu etablieren.
Programm - Mittwoch, 26. Jänner 2011
| Florido Lounge im Florido Tower 1210 Wien, Floridsdorfer Hauptstr. 1 www.floridolounge.at |
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| 8:30 Uhr | Business-Frühstück |
| 9:00 Uhr | Begrüßung |
| 9:15 Uhr | Projekt auf Zug - Zulaufstrecke Brenner Johann Schwarz [Rhomberg Bahntechnik Gruppe] Johann Schwarz - technischer Leiter Innendienst bei Rhomberg Bahnbau - erläutert die Anforderungen, die eine Linienbaustelle für das Projektteam mit sich bringt. Beispiele werden aus der Abwicklung der Großbaustelle Zulaufstrecke Brenner Basis Tunnel in Tirol sein. Eine Hauptanforderung liegt in der Kommunikation zwischen Bauherr, Subunternehmer und dem Projektstab. Alle Entscheidungen und die Dokumente müssen für die Baustelle nachvollziehbar sein. Wie man dies mit der Projektplattform erfolgreich in der Praxis dokumentiert, ist sein Kernthema. |
| 9:45 Uhr | Organisationshandbücher und Änderungsmanagement in der Baupraxis DI Markus Querner, MBA [IC consulenten Ziviltechniker GmbH] Klar strukturierte Organisationshandbücher sind fixer Bestandteil aller Projektsteuerungen von iC consulenten. Über deren Aufbau und Ziele referiert DI Markus Querner, MBA mit Blick auf Änderungsmanagement bzw. Änderungsevidenzen im Projektalltag. Praxisbeispiele aus seiner jahrelangen Bauprojekt-Erfahrung mit Verweisen auf mögliche Problempunkte und erprobte Erfolgsmodelle runden die Präsentation ab. |
| 10:15 Uhr | Kaffeepause |
| 10:45 Uhr | Projektumsetzung aus Sicht der KAGes Ing. Walter Brückler DI (FH) Franz Puregger [Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft mbH] Wie setze ich ein komplexes Bauprojekt im medizinischen Bereich um? Wie binde ich medizinische Nutzer mit ihren vielschichtigen Interessenslagen ein? Wie werden die technischen Nutzer im Projekt berücksichtigt? Und das alles unter Einhaltung von Kosten, Terminen und Flächen. Ein Bericht über die Projektorganisation der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft mbH. |
| 11:15 Uhr | Fragen und Diskussion |
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